EkGuru › Hindi lernen — von null an
Ein ehrlicher Leitfaden für Deutschsprachige: Was Deutsch Ihnen schenkt, was es überhaupt nicht vorbereitet, und in welcher Reihenfolge Sie anfangen sollten.
Deutsch stellt das Verb bereits ans Ende — in jedem Nebensatz, und das Partizip auch im Hauptsatz: ich habe das Buch gelesen. Hindi macht das in jedem Satz. Sie lernen also keine neue Struktur, Sie erweitern eine, die Sie täglich benutzen. Das ist die größte Hürde für Englischsprachige und für Sie schlicht keine.
Dazu die Kasus. Vier Fälle haben genau das Gefühl trainiert, das Hindis Postpositionen verlangen: dass die Rolle eines Nomens markiert wird und nicht bloß aus der Position folgt. Wenn Hindi ने hinter das Subjekt einer abgeschlossenen Handlung setzt, denken Sie „ja, logisch", während Englischsprachige „warum?" denken.
Die retroflexen Konsonanten ट ठ ड ढ, bei denen die Zunge nach hinten gerollt wird. Die gibt es im Deutschen nicht, und sie brauchen ein paar Wochen.
Und die automatische Behauchung: Deutsche Anlaut-p, -t, -k sind von sich aus aspiriert. Hindi verlangt bei क, प, त das Gegenteil — den Hauch weglassen. Das ist schwerer, als einen hinzuzufügen, und es ist das Spiegelbild des spanischen Problems.
Ein kleiner Trost: das deutsche w ist ein englisches v und damit nah am hindi व. Eine der wenigen Stellen, an denen Sie geschenkt bekommen.
Erst die Aspirationskontrolle, in beide Richtungen. Dann das Devanagari — wer Latein oder Griechisch gelernt hat, findet die systematische Ordnung vertraut. Dann die Postpositionen, und zwar ausdrücklich als Kasus gedacht: das ist für Sie der schnellste Weg, und kein Standardkurs macht es so, wenn Sie nicht danach fragen.
Grammatisches Geschlecht kommt zuletzt und ist für Sie leichter als für andere: Hindi hat zwei Genera, Deutsch drei.
Eine ehrliche Zahl gibt es nur, wenn man Ihre Wochenstunden kennt. Devanagari lesen: etwa dreißig bis fünfzig Stunden, weil die Schrift phonetisch und endlich ist. Überlebens-Hindi — Begrüßungen, Zahlen, Preise, Wegbeschreibungen — liegt bei rund hundert. Ein einfaches Gespräch über Ihr Leben, mit Fehlern, die das Verstehen nicht blockieren, liegt zwischen dreihundert und fünfhundert Stunden.
Was diese Zahlen am stärksten verschiebt, ist nicht die Ausgangssprache, sondern zweierlei: wie viel der Zeit Sie sprechend statt lesend verbringen, und ob Sie täglich üben. Zwanzig Minuten am Tag schlagen drei Stunden am Sonntag deutlich, weil das Gedächtnis zwischen den Einheiten konsolidiert — und dafür braucht es überhaupt Einheiten in kurzem Abstand.
| Deutsch | हिन्दी | ≈ |
|---|---|---|
| Hallo | नमस्ते | namaste |
| Danke | धन्यवाद | dhanyavaad |
| Ich heiße … | मेरा नाम … है | mera naam … hai |
| Ich verstehe nicht | मुझे समझ नहीं आया | mujhe samajh nahin aaya |
| Was kostet das? | यह कितने का है? | yeh kitne ka hai |
Devanagari is easy to get slightly wrong when it is typed by hand — a missing matra, the wrong nukta. If something here looks off to you, trust a native speaker over this page and please tell us so it gets fixed — it takes a moment and a real person reads it. Romanised spellings are a guide to the sound, not a standard: there is no single official way to write Hindi in Latin letters.
Lesen gibt Ihnen die Grammatik. Sprechen ist der Teil, der nur mit einem anderen Menschen passiert. Unsere Lehrkräfte sind Muttersprachler und unterrichten einzeln per Video.
$6 — Der Unterricht beginnt bei pro Einheit, automatisch in Ihre Währung umgerechnet.
Lehrkräfte ansehenDie Werkzeuge sind auf Englisch, aber das Hindi darin ist dasselbe, und keines verlangt eine Anmeldung:
Die Satzstellung und das Kasusgefühl haben Sie schon. Schwer sind die retroflexen Laute und das Unterdrücken der automatischen Behauchung.
Zum Sprechen nicht. Wer lesen will: die Schrift ist phonetisch, und die meisten lesen einfache Wörter nach vier bis sechs Wochen.
Das hängt viel stärker von den Wochenstunden ab als von der Ausgangssprache. Devanagari lesen: etwa 30 bis 50 Stunden. Einfache Konversation: 300 bis 500.